
Aufgrund einer Idee der TNC wurde im Jahr 1997 das Projekt einer Potentialstudie für die Anwendung von PV-Schallschutzsystemen an Verkehrswegen in Europa lanciert. Diese Studie soll aufzeigen, dass es ein grosses Potential für Schallschutzanlagen in Europa gibt. Sie stellt den PV-Produzenten und den Behörden die notwendigen Grundlagen für den Aufbau eines Marktes zur Verfügung.
Für das EU Thermie B Projekt Europäische Potentialstudie Photovoltaik Schallschutz war eine Dauer von einem Jahr ab März 1998 vorgesehen. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Programmes Thermie B finanziert. Als Hauptpartner treten die TNC GmbH, welche die Projektleitung durchführt, und das Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg i.B. (ISE), welches die Strahlungsdaten und die eigentlichen Potentiale berechnet, auf. Weitere Institute aus Frankreich, Holland, Italien und England sind für die Datenerhebung, den Kontakt zu den Behörden und die Umsetzung in den teilnehmenden Ländern zuständig.
Als Ausgangsmaterial wurden Daten über den bestehenden und den geplanten Schallschutz an Bahnlinien und Autobahnen in den einzelnen Ländern erhoben. Die Grundlagen-Daten, welche danach von den SBB zur Verfügung gestellt wurden, erlaubten eine sehr gute Potentialanalyse für die Schweiz.
Im Verlaufe der Studie konnte die Zusammenarbeit mit diversen kantonalen Tiefbauämtern und Lärmschutzfachstellen etabliert oder weiter ausgebaut werden. Mit den SBB, Generaldirektion Bau, wurden Kontakte aufgebaut, um Lärmschutz-Daten zu erhalten und auch um die Idee PV-Schallschutz weiter bekannt zu machen. Die SBB-Daten wurden erst im März 1999 freigegeben, da sie vor der Botschaft des Bundesrates zum Bahnlärmschutz unter Verschluss waren. Die schlussendlich erhaltenen Daten waren dann sehr präzise und umfassend. Durch die gute Zusammenarbeit mit den nationalen Partnern konnten die Kenntnisse des europäischen Schallschutz-Umfeldes deutlich verbessert werden.
Die Umsetzung der Resultate wird in den nächsten Monaten und Jahren eine wichtige Aufgabe für alle Partner sein. Die Ergebnisse der Studie werden in den Ländern einerseits lokal umgesetzt. Andrerseits ist der Aufbau des PV-Schallschutz-Konsortiums mit PV-Zellen-Produzenten (siehe Jahresbericht 1998) noch im Gange.