
Im Herbst 1992 lancierte der Bund ein speziell auf Berufsschulen abgestimmtes Förderprogramm für Photovoltaik-Netzverbundanlagen mit dem Ziel, Lehrlingen elektrotechnischer Berufe den Themenkreis «erneuerbare Energien» in der Praxis näher zu bringen.
Photovoltaik ist eine Energiequelle der Zukunft, die in der heutigen Zeit eine wichtige Entwicklungsphase durchläuft. Diese Entwicklung darf nicht an unseren zukünftigen Berufsleuten vorbeigehen, denn die Wertschöpfung dieses Zukunftsmarktes ist eng verknüpft mit der Erfahrung und der Fertigkeit des Gewerbes. Die Qualität einer Anlage ist nicht allein abhängig von den einzelnen Komponenten, sondern in hohem Masse auch von der Planung und Ausführung des gesamten Systems.
Das Förderprogramm beinhaltet konkret einen finanziellen Beitrag an die Anlagekosten und an die messtechnische Unterstützung während des Betriebes. Lehrer und Lehrlinge wirken meist bereits beim Bau der schuleigenen Photovoltaikanlage mit, oder nehmen die Planung und Ausführung gleich selbst in die Hand. In spezifischen Unterrichtsprojekten folgen später Qualitätskontrolle aufgrund der Messdaten und weiterführende Systemanalysen. Eine Photovoltaikanlage bietet interdisziplinären Schulstoff in den Bereichen Energietechnik, Elektrotechnik, Mess- und Regeltechnik sowie Informatik.
In den sieben Jahren seit Beginn des Förderprogramms wurden 23 PV-Anlagen auf Berufsschulen gebaut. Vielfach waren Lehrlinge bereits bei der Installation der Anlage beteiligt. Die TNC Consulting AG ist Projektleiterin dieses Programms. Sie bietet Beratung bei der Planung und Realisierung der Anlage, liefert und installiert das System der Messdatenerfassung und besorgt die standardisierte Auswertung der Messdaten zuhanden der Projektbeteiligten. Im weiteren organisiert sie eine alljährliche Tagung zum Erfahrungsaustausch unter den beteiligten Schulen, erstellt zweimal im Jahr einen Newsletter und unterhält eine Internet-Präsentation des Programms.